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Kirchspiel Brünn Brattendorf Schwarzbach

Zur jüngeren Geschichte gehört der Rückblick auf Veranstaltungen der letzten Zeit. Dazu können Sie hier einige Bilder betrachten, wenn Sie auf den Link klicken:

Die Ablichtung von Personen, insbesondere von Kindern, erfolgt mit ausdrücklicher Zustimmung der Betroffenen.

Vorherige Gemeindebriefe finden Sie hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 


 


 


 


 


 


 


 

 


 


 


 

 


 


 


 


 

Aus alten Aufzeichnungen im Pfarramt

Kirche in Brünn und Friedhof

 

Die Kirche in Brünn ist nach einer alten Legende aus den Steinen einer alten Burg, die dem Grafen Poppo von Henneberg gehörte und der in der Nähe von Poppenwind gelebt haben soll, errichtet. Prof. Georg Brückner berichtet in der Landeskunde von Sachsen-Meiningen, dass zum Bau der Kirche die Steine eines alten Castrums auf dem Vogelherd bei Poppenwind verwendet worden sind, da die Bauern aus vier Dörfern die Steine zum Bau der Kirche und der Friedhofsmauer liefern mussten. Belegt hingegen ist, nach alten Kirchrechnungen, der Kauf von Back- und Bruchsteinen in Brattendorf.

Die Schatten des 30-jährigen Kriegs lagen noch über dem Ort. Belegt sind aus dem 1666, dass in Brünn 145 Einwohner in 35 bewohnbaren und 24 verwüsteten Häusern lebten.

Einfacher schmuckloser Bau mit barocken Holzverzierungen.

7. September 1670 Grundsteinlegung

13.-20. März 1671 aufgerichtet

15. Dezember 1672 (3. Advent) eingeweiht durch Sup. Andreas Bachmann aus Eisfeld.

16.02.1673 erster Pfarrer Johann Arnold Amtsantritt

8.09.1673 erste Kirchweihfeier

Zugleich wurde der Friedhof angelegt

23.05.1674 erste Visitation; dabei neuer Taufstein

1803 Kirchenreparatur

1820 Schiefer am Kirchturm („sehr baufällig“) durch Schieferdecker Friedrich erneuert; dazu die Zimmerleute Hofmann aus Poppenwind

1825/26 Reparatur des Turmknopfes

1846 Kirchendach neu eingedeckt (nach Gewittersturm)

1854 Kirche innen und außen renoviert (a.a.St. 1856/57)

14.07.1854 Kirchturmknopf, welcher bereits 34 Jahre bestanden hatte, vergoldet und Fahne und Stiefel erneuert

1874 wiederum Renovierungen

1898 Glockenweihe und Innenausmalung

1899 Außenrenovierung durch Tünchermeister Binger

1914 Innenrenovierung (und Orgelneubau)

1921 Abschaffung des Buß-und Bettags und des Reformationstages (polit. begründet)

1925 (Invokavit) erstmals Volkstrauertag in Brünn

Am 10. April 1945 werden beim Beschuss durch Amerikaner alle Fenster der Kirche zerstört. Sie werden 1953 von Tischlermeister Otto Geißler aus Brattendorf erneuert und ausgebessert.

1972 bisher letztmalig durch Malermeister Fischer aus Eisfeld innen (und außen) gemalert. Außenanstrich 1992 und 2006.

Die Höhe des Kirchturms beträgt 31 m.

1970 wurde der seit Jahren baufällige Turm neu beschiefert, zuvor stellenweise neu verschalt. Neue Fahne und Kugel und Klempnerarbeiten, dann die Blitzschutzanlage. All diese erwähnten Dinge und vieles andere mehr wurde zum größten Teil in 3000 freiwilligen geleisteten Arbeitsstunden geschaffen, dennoch entstanden der Gemeinde Kosten die bei weitem 40000,- Mark übersteigen.

1993 wurde durch Familie Engel aus Oberlauter (Freunde der Pfarrfamilie) ein neues Hauptportal gestiftet.

Zur Geschichte der Kirche Brünn

Dieses Gebäude wurde in den Jahren 1670 - 1672 erbaut. Bis zu jenem Zeitpunkt gehörten Brünn und die nachstehend genannten Orte zu der Pfarrei Crock. Obwohl Brünn im Jahre 1666 nur 145 Einwohner zählte und in den Dörfern Goßmannsrod, Poppenwind und Brattendorf etwa 500 Menschen lebten, war der Wunsch lebendig, eine eigene Kirche haben zu wollen. Aus eigenen Mitteln war jedoch an einen Kirchenbau nicht zu denken. So wandte man sich wiederholt an den Landesherren Herzog Ernst „den Frommen“ mit der Bitte um Hilfe. 1670 erhielten dann die Gebrüder Jakob und Leonhards Grambs durch den Herzog den Auftrag zum Bau der heutigen Kirche. Ein Gedenkstein über dem Hauptportal erinnert an diese Baumeister. Der Kirchenbau verlief in mehreren Abschnitten. Baubeginn war der 7. September 1670 mit einer gottesdienstlichen Feier. Am 14. Marci 1671 stand der Rohbau. Vom 13. - 20. Mai wurden das Dach und der Turm aufgerichtet. Es folgte die Inneneinrichtung mit der Anschaffung des Inventars. Im Oktober 1672 fand die feierliche Einweihung statt. Erster Pfarrer wurde Johann Arnold, ihm folgten bis in die Gegenwart 19 Geistliche.

Die Chronik berichtet über vier umfangreiche Renovationen aus den Jahren 1803, 1874, 1914 und 1972, anlässlich der 300 - Jahr - Feier. Diese wurde unter erheblichen Opfern der Gemeinde ermöglicht. Dabei wurden Gemälde und Verzierungen an der Kanzel freigelegt, die 1731 von dem Hildburghäuser Schnitzer und Maler Johann Stamm geschaffen wurden. Im Jahre 1992 erfolgte die Neueindeckung des Daches, die Außenfassade wurde mit einem neuen Farbanstrichversehen, ein Regenwasserableitsystem installiert, ein neues Hauptportal gestiftet, die Glocken mit einer automatischen Läuteanlage versehen und vieles mehr.

In der Gruft des Altarraumes liegen 14 Adlige, auch Pfarrer und deren Kinder begraben, so berichtet die Chronik.

1990 gibt es im Kirchspiel Brünn – Brattendorf etwa 1.200 Evangelische. (Seit 1928 hat die Tochtergemeinde Brattendorf eine eigene Kirche und bildet eine eigene Kirchengemeinde.)

Das kirchliche Leben und die Liebe der Brünner, Poppenwinder und Goßmannsröder zu „ihrer“ Kirche haben hier durch die Jahrhunderte immer geblüht. Durch die Höhen und Tiefen einer bereits im vierten Jahrhundert währenden Geschichte der evangelischen Kirchgemeinde Brünn, haben hier Frauen und Männer ihren Glauben auch in der Liebe zu diesem Gebäude gelebt.

2006

Schwammbekämpfung in der Westwand; komplett neues Fachwerk im Dachbereich, Sicherung des einsturzgefährdeten Glockenturmes; Neuanstrich Westfassade; neuer vergoldeter Turmknopf mit Wetterfahne durch Dachdeckerfirma Hanf aus Schwarzbach. Gesamtbaukosten 130 Tausend EURO. Ebenfalls erneuert wurden in diesem Jahr sämtliche Fenster der Westwand. Auch wurden Teile der elektrischen Anlage erneuert und der Dachbodenbereich mit Licht versehen

 

Aus einem alten Kirchenführer

Aus welcher Richtung man auch nach Brünn kommt, immer sieht man hoch über dem Dorf das Gotteshaus mit seinem steil hochragenden Dach und dem zierlich kleinen Dachreiter. Die Kirche war bis in die jüngste Vergangenheit hinein der seelische Mittelpunkt für alle, die in Brünn, Poppenwind, Goßmannsrod und Brattendorf wohnten und lebten. Erst um die Mitte des 19. Jahrhunderts bekamen Goßmannsrod, Poppenwind und Brattendorf eigene Schulen, und nach 1920 legten Goßmannsrod und Brattendorf eigene Friedhöfe an; Brattendorf gar baute eine eigene Kirche. Die Brünner Kirche ist eine namenlose Kirche, lediglich eine Predigtstätte, in der das Wort Gottes verkündet und die heiligen Sakramente gereicht werden sollen. „Die Pfarr allhier ist angerichtet worden im Jahr 1672 und sind die vier Dörfer Brünn, Brattendorf, Poppenwind und Goßmannsroda (welche vorher zur Pfarr Crock gehörten) darzu geschlagen und von Crock abgesondert worden. Welches der in Gott ruhende und seiner Frömmigkeit willen hochberühmte Herzog Ernst zu Sachsen-Gotha durch christmildesten Vorschuß und Veranstaltung glücklich zu Stand gebracht hat, daß eine Kirche von Grund aus neu gebauet und mit eigenen Pfarrern versehen worden ist.“ Als man die Kirche baute, lagen noch die Schatten und Leiden des Dreißigjährigen Krieges über dem neugegründeten Kirchspiel Brunn. Von dieser Not läßt die Nachricht, daß Brünn im Jahre 1666, also sechs Jahre vor der Einrichtung der Pfarrei und der Erbauung der Kirche, nur 145 Einwohner hatte, die in 35 bewohnbaren und 24 wüsten Häusern lebten, etwas ahnen. Darum entstand damals auch nur ein einfacher Bau, der einige Ansätze barocker Holzschnitzerei enthält. Mittelpunkt und Schmuckstück der Kirche ist der lebensgroße Kruzifixus über dem Altar. Aus unseren Tagen stammt das von dem Poppenwinder Alfred Carl geschaffene Mahnmal für die Toten der beiden letzten Kriege. Erwähnenswert ist auch der zweite Pfarrer von Brünn, Magister Amandus Eißner, der 1702 seinen 24jährigen Sohn als ersten Toten in der Brünner Kirche hat beerdigen lassen. Dieser Pfarrer Eißner war 1641 in der königlich-dänischen Festung Christianpreiß in Schleswig als Sohn eines schwedischen Regimentsfeldscherers und späteren Sonderhäusischen Hof- und Leibbarbierers geboren worden. „Als Amandus Eißner im Alter von 13 Jahren von Mühlhausen nach Hildesheim wanderte, wurde er wegen seiner musikalischen Begabung von den Jesuiten festgehalten, unter deren Einfluss er katholisch wurde. Er hat dann noch studiert, wollte aber kein Jesuit werden, ist über 10 Jahre katholischer Pfarrer im Eichsfeld gewesen. Dann ging er nach Gotha, hat dort seine Irrtümer von Herzen erkannt und bekannt und am 26. Sonntag p. Tr. 1673 in der Margarethenkirche zu Gotha publice revociret. Seine Revocationspredigt hat er drucken lassen und viel Exemplaria nach Duderstadt und Heiligenstadt gesendet, welche von den Papisten unbeantwortet geblieben sind.“ Anno 1700 wurde er Pfarrer in Brünn. Er war 47 Jahre als Pfarrer tätig und starb im Alter von 82 Jahren in Schleusingen. Daneben betrieb er eine medizinische Praxis und hatte als Arzt einen starken Zulauf.

Kirchturm

5.4.1731 Turmknopf abgenommen und am 12.04 wiederaufgesetzt. Schieferdecker Joh. Caspar Neumeister.

05.04.1782 Turmknopf abgenommen, verzinnt und am 12.04. wieder aufgesetzt

1820: Turmknopf abgenommen, da er mitten im Frieden von drei Kugeln durchlöchert worden war; am 23.09. durch Schieferdecker Friedrich aus Hildburghausen wieder aufgesetzt

1825/26 Erneuerung des Kirchturms

15.09.1836 Turmknopf abgenommen und am 23.09. wieder aufgesetzt. Schieferdecker Friedrich.

14.07.1854 Kirchturmknopf, welcher bereits 34 Jahrebestanden hatte, vergoldet und Fahne und Stiefel erneuert Wetterfahne und Turmknopf

30.04.1878 Turmknopf durch Schieferdecker Carl Langguth aus Eisfeld vergoldet und am 04.05. wieder aufgesetzt.

03.07.1884 Blitzeinschlag in den Kirchturm. Erneuerung des Turmknopfes.

07.07.1904 Klempnermeister Beer aus Eisfeld Blitzableiter und Wetterfahne aufgebracht

18.05.1917 wird eine Uhr auf das Gemeindehaus gesetzt, die für die Kirche geplant war, jedoch wegen des fehlenden Platzes über dem Glockenturm nicht eingebaut werden konnte.

1970 erneuert

2006 neue vergoldete Wetterfahne mit Jahreszahl 1671 durch Dachdeckermeister Hanf aus Schwarzbach.

 

Inhalt des Turmknopfes bei der letzten Renovierung 2006

 

Im Zusammenhang mit dem Austausch der Wetterfahne im Jahr 2006 öffneten der Architekt Schneider, Dachdeckermeister Hanf, Bürgermeister Oesterlein, Pfarrer Dungs und einige Anwesende im Beisein eines Reporters von "Freies Wort" die leider beschädigte Rolle mit alten Schriften im Turmknopf. Was da zum Vorschein kam war enttäuschend. Leider sind die ältesten Schriftstücke fast nicht mehr zu erkennen, lediglich die Aufzeichnungen von Pfr. Hans Henning Michels aus dem Jahr 1970 sind leserlich. Wir stellen HIER für sie zur Ansicht ein. 

Friedhof

Mit Kirchenbau angelegt.

Am 24.10.1883 wurde der neue Friedhof eingeweiht.

1963 wird der Friedhof neu gestaltet und neue Zäune gesetzt

Das lebensgroße Altarkruzifix

wird in den Akten erstmals 1714 erwähnt und wurde 1714 aus Tannenholz in die Kirche verbracht.

Nach Werner Müller ist es im Jahr 1730 mit der Kanzel geschaffen worden. Schnitzer Heinrich Böhring aus Poppenwind soll es angefertigt haben.

Kruzifix aus Oberammergau

wurde 1874 von Pfr. August Merau (1863-1892 in Brünn) gestiftet

Die Glocken in Brünn (Kanzel)

Bei Einweihung am 3. Advent, 15.12.1672 fehlten noch Orgel, Kanzel (erst 1730 durch den Gutsbesitzer Hans Rosenbusch in Poppenwind als Erbe des Schillinggutes gestiftet und von Johann Philipp Stamm aus Hildburghausen 1731 gebaut) und 1701 Glocken. Erst zu Beginn des 18. Jhds. Anschaffung zweier Glocken:

Am 03.01.1703 eine mehrfach umgegossene Glocke installiert,

1723 die mittlere und dritte durch Fa. Greulich aus Coburg.

1804 zwei Glocken aus Bamberg (und die andere zwei nach Goßmannsrod verkauft)

1824 zersprang die kleinste Glocke („cis“)

1898, am 13. März Weihe zwei neue Glocken durch Fa. Schilling aus Apolda, sowie Bau eines eisernen Glockenstuhls. Große: 427 kg, Kleine: 128 kg, Mittlere: vor zwei Jahren umgegossen, 200 kg; es-b-cis-f

1917 Ausbau zweier Glocken zu Kriegszwecken. Am 12.08.1919 Weihe von zwei neuen, die wiederum 1940 dem Krieg zum Opfer fielen.

Am 19. Juni 1955 fand die bisher letzte Glockenweihe statt: Die Große trägt die Inschrift: „Ehre sei Gott in der Höhund Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen“ und schlägt den Ton„c“. Die kleine „Lobe den Herrn, den mächtigen König der Ehren“ klingt in „f“ und die mittlere ist noch die ursprünglich alte Glocke aus dem Jahr 1723. Die große und die kleine Glocke ist aus Stahl, die mittlere aus Bronze. Sie schwingt in „Es“. Insgesamt tönt das Geläut in Moll: „C“, „Es“, „F“.

1957 elektrische Läuteanlage

1992 erneuert

1995 wird durch die Fa. Heß aus Schmalkalden eine automatische Läuteanlage eingebaut, inklusive neuer Motoren. Seither gibt es wieder ein Abendläuten.

Die Orgel in Brünn

20 Jahre nach dem Bau der Kirche eine erste Orgel, 23.10.1692, von Johann Wiegleb aus Rodach.

1776-78 Neubau von Johann Georg Heine aus Hildburghausen.

1853 Neubau einer Orgel durch Fa. Schmidt aus Schmiedefeld (a.a. St: Reparatur von Bälgen).

Erneuerung 1864 durch Orgelbaumeister Müller aus Oberneubrunn,

1911 umfassende Reparatur.

1914 Neubau durch Meister Strebel aus Nürnberg. Abriss 08.06. / Weihe am 13.09.1914 ohne große Feierlichkeit, wegen des 1. WK

1980 letztmalig neue Orgel eingebaut durch Orgelbaufirma Böhm, Gotha.

In der Kirche Bestattete

Am 1.11.1673 (1680?) wurde Frl. Dorothea Maschalk, Tochter des in Brattendorf wohnenden Johann Georg Maschalk in der Kirche beigesetzt (Epitaph!).

Am 22. August 1690 wurde Elisabeth, Margaretha Maschalk in der Kirche beigesetzt.

Am 3. Mai 1700 wurde Frau Anna Cath. Maschalk geb. Hahnsteinin der Kirche beigesetzt.

Der 2. Pfarrer von Brünn Magister Amandus Eisener ließ am 05.03.1702 seinen mit 24 Jahren verstorbenen Sohn in der Brünner Kirche beerdigen. Später folgten noch einige hiesige Adlige. Insgesamt berichtet die Chronik von 14 Gräbern im Altarraum

Der Taufstein

der Brünner Kirche wurde erstmals 23.05.1674 aufgestellt.

Die Pfarr-Witwe Müller stiftet viel: Taufgerät 1937

Kronleuchter in Brünn

1845 bei H. Wilhelm in Altenfeld gekauft

Ein neuer Kronleuchter brannte Ostersonntag 12.04.1903 zum ersten Mal.

Das Lutherbild

aus dem Jahr 1911 wurde anlässlich der 400-jährigen Reformation von Karl Bauer gemalt und von Emil Fischer und Marcus Brandt gerahmt. Am 31. Oktober 1917 (Reformationstag) zum ersten Mal in der Brünner Kirche aufgehängt

Holzbilddenkmal für die Gefallenen des Krieges

vom Poppenwinder Alfred Carl während der Dienstzeit von Pfr.Wiegand (1960-1969).

Am Totensonntag 1962 wird es aufgestellt. Dazu das Buch mit den Namen der Gefallenen beigelegt.

Sakristei

Sie wurde 1894 von den Gebrüdern Georg und Friedrich Carl gebühnt.

Kriegerdenkmal auf dem Friedhof

ebenfalls von Alfred Carl aus Poppenwind angefertigt und am 5. August 1928 eingeweiht von Pfr. Jagnow

Leichenhalle

im Jahr 1940 gebaut; 1944 erstmals genutzt

Die Friedhofsmauer

wurde 1720 begonnen und 1748 weitergeführt. Insgesamt waren 221 große Fuhren an Steinen und Kalk nötig.

1936 durch Maurermstr. Deckert ausgebessert, nachdem sie tlwse. eingestürzt war.

Neuer Altar

1967

Der Ortsname

Wird nach „Landeskunde des Herzogtums Meiningen“, Teil II,Seite 381, Meiningen 1853 mit Brünn (Burne 1317, Bronne, Brünn, „Brünn“) angegeben. An der „Brünn“ gelegen. Dies geht auch aus einem Schreiben des Landesarchivs Meinungen vom 06.02.1967 hervor.
Das spitzovale Kirchensiegel der Gemeinde Brünn stammt von dem Poppenwinder Bildhauer Alfred Carl und wurde im Jahr 1965 geschaffen und durch den LKR genehmigt.

Abendmahlsgeräte

Erster Kelch wurde 1673 durch Amtmann Wilhelmi aus Eisfeld gespendet aus Anlass der ersten Kirchweih am 08.09.1673

1735 aus der Kirche gestohlen. Danach Anschaffung neuer Geräte.

1874 stifteten die Jungfrauen eine silberne AM-kanne und eine Hostiendose.

01.04.1896 zwei neue AM-kelche von Landwirt Eduard Hörnlein aus Brünn gestiftet

Gemeindesaal

Unter Pfr. Wiegand (ab 1961) wurde er gebaut. Davor Pfarrscheune. Am 17.03.1963 eingeweiht.

Dach 1986 gedeckt.

Bankheizung Brünn

1980 eingebaut

Der Kirchenchor

Wurde durch Lehrer Lampmann zu Weihnachten 1946 wieder neu ins Leben gerufen.

Ab 01.05.1952 übernahm der ehemalige Lehrer Hermann Steger das Organistenamt und Leiter des Kirchenchores.

1948 Währungsumstellung

24.06. 10:1 / für jedes Familienmitglied wurden 70,- M 1:1 getauscht

 

viele Aufzeichnungen stammen vom Lehrer Werner Müller(+) aus Poppenwind

Brattendorf

Dem langjährigen stellvertretenden. GKR-Vorsitzenden Edmund Arnold (+1950) ist der Bau der Kirche zu verdanken.

1926 begann die bürgerliche Gemeinde mit dem Bau einer Kapelle, woraus eine schöne ansehnliche Kirche entstand, welche am 10. Juni 1928 eingeweiht wurde. Die Kirche ist Eigentum der politischen Gemeinde Brattendorf. Sie kann aber für alle Zeit von der Kirchgemeinde Brünn! Brattendorf kostenlos genutzt werden (im Grundbuch eingetragen). Erbaut wurde sie von: Maurermeister August Otto, Brattendorf, Zimmermeister Reuter, Brünn und Klempnermeister J. Deipser, Eisfeld.

Der Friedhof bestand schon früher, er wurde am 24.12.1925 zum ersten Mal belegt. Am 19.09.1926 wurde das Ehrenmal eingeweiht.

In der neuen Kirche fand am 29.07.1928 die erste Taufe statt, die erste Trauung 1929 und die erste Konfirmation 1934. Zu dieser Zeit hielt Pfr. Jagnov seine Dienste in der Kirchgemeinde.

Auf Wunsch vieler Gemeindeglieder, wurde die Kirchgemeinde Brattendorf eigenständig, sie ist also Tochtergemeinde von Brünn, hat einen eigenen Gemeindekirchenrat und wird von Brünn verwaltet (eigenständig seit 01.04.1930).

1926 am 20.August wurde das Turmkreuz aufgesetzt. In diesem Kreuz wurde ein Schriftstück verwahrt welches vom Klempnermeister J. Deipser aufgesetzt und unterzeichnet ist.

1971 am 19. September wurde die Kirche neu eingeweiht. Es gingen grundlegende Renovierungen voraus (Einbau einer Infrarotheizung und eine fachmännische Neugestaltung durch die Malerfirma Fischer aus Eisfeld)

1971 am 10. November wurde zum 2. Male der Turmknopf von der Kirche genommen und ein weiterer Bericht von Pfr. Michels geschrieben und unterzeichnet hinzugefügt. Der Link zu diesem Schreiben ist hier!

Zu den Glocken: Die ersten Glocken wurden von der Firma Stürmer aus Erfurt geliefert und eingebaut. Die große Glocke wiegt 446,-kg, hat den Ton “a“ und trägt die Inschrift “Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit“. Die kleine Glocke wiegt 225,—kg. hat den Ton “c“ und trägt die Inschrift “ Aus der Erde Kampf und Leid ruf uns einst zur Ewigkeit“. Die kleine Glocke fiel 1942 dem Krieg zum Opfer, sie musste abgeliefert werden.

1957 beschaffte die Kirchgemeinde wieder eine neue Glocke. Sie wiegt 36O kg. , hat den Ton “c“ und trägt die Inschrift “Lobe den Herrn den mächtigen König der Ehren“. Diese Glocke wurde von der Firma Schilling und Lattermann aus Apolda geliefert und eingebaut. Finanziert wurde sie von der Kirchgemeinde  (Opfergaben u. Spenden). 1979 wurden die Glocken elektrifiziert und 1994 eine automatische Steuerung eingebaut.

1974 wurde eine Orgel eingebaut, die Kosten trug die Kirch­gemeinde. Der größte Teil wurde von Spenden und Opfergaben beglichen.

1978 am 11. Juni feierte Brattendorf 50-jähriges Bestehen ihres Gotteshauses. GKR- Mitglied Ernst Wirsing hielt aus diesem Anlass eine Ansprache, wobei er die Errungenschaften in und um dem Gotteshaus der 50 Jahre Bestehens würdigte.

1995 wurde eine Dacherneuerung durchgeführt (finanziert von der politischen Gemeinde) . Bei dieser Gelegenheit wurde der Turmknopf heruntergeholt, ein neuer aufgesetzt, und ein weiteres Schriftstück geschrieben (hier der Link!) und unterzeichnet von Pfr. B. Dungs hinzugefügt. 

1925 Anlage der Friedhöfe in Brattendorf und Goßmannsrod

03.05. Erstbelegung des Goßmannnsröder FH

07.05. dort errichtetes Ehrenmal durch Pfr. Jagnow geweiht

24.12. Erstbelegung in Brattendorf

19.09.1926 Ehrenmal in Brattendorf geweiht

Selbständige Kirchgemeinde

Ab 01.04.1930

Erste Taufe

1938 (Taufen i.d.R. im Gottesdienst!)

Weihe der Friedhofskapelle

am 10.07.1928

Glocken in Brattendorf

1955 wurde eine neue bei „Schilling und Lattermann“ in Apolda bestellt und am 7. Juli 1957 geweiht. Sie wiegt 360 kg, ist aus Hartguß (Eisen), trägt die Aufschrift „Lobe den Herrn, den mächtigen König der Ehren“ und läutet mit „c“.

Orgel

Ein sog. Orgelpositiv mit einem 5-registrigem Manual und angehängtem Pedal wurde durch die Orgelbaufirma Böhm aus Gotha 1974. Von der Kirchgemeinde allein finanziert, immerhin fast 13.ooo Mark..

Goßmannsrod

Weihe der neuen FH-Kapelle im Herbst 1926 mit Gottesdienst


Schwarzbach

Baugeschichte Kirche

„Landesgeschichte des Herzogtum Sachsen-Hildburghausen“ von Johann Kraus, 1753 in Bamberg:

Als Wallfahrtskirche schon in vorreformatorischer Zeit gab es die kleine Kapelle, auf deren Grundmauern die heutige Kirche steht. Die Grundmauern des aus dem 13. Jhd. stammenden gotischen Baus bilden heute den Chorraum der Kirche.

1517 Erweiterung der kleinen Kapelle durch eine süddeutsche Bauhütte.

1580 erneuert

1610 erweitert und erhöht durch Marschallin von Herren Gosserstedt: Anbau eines Gutsstandes auf der Südempore (heute Winterkirche)

1967 / 1990 und 1991 renoviert

1634 erbrannte das alte Schloss Garten im 30-jährigen Krieg, wie auch das Schloss in Brattendorf.

Baubeschreibung

Chorturm im Osten mit quadratischem Grundriss

Chorraum durch Kreuzgratgewölbe überwölbt mit spitzbogenförmigen Fensteröffnungen

Fenstereinbauten Ostwand Bleiverglasung aus ca. 1900 / ausgebessert durch Strukturgläser

Fliesenbelag aus 1900

Letzte Innenausmalung 1967

Letzte Dachneueindeckung 2012

Gruft

Begräbnisstätte des Geschlechts derer von Herrengösserstedt in Brattendorf und Schwarzbach. Die Adelsfamilie unterhielt anfangs des 18. Jhd. enge Beziehungen zur fränkisch-pfälzischen Adelsfamilie derer zu Lendenfels. Aus beiden Familien gibt es mehrere nachgewiesene Bestattungen in der Gruft (nicht im Kirchenraum! = mindestens 8), die nach einem Bericht aus dem Ende des 19. Jhd. geöffnet wurde und man mehrere erhaltene Särge vorfand. Die Adelsfamilie starb 1779 aus.

Glocken

1947 / 1951 / 1968    Bronze und Eisenhartguß  alle von Schilling, Apolda
Holzglockenstuhl

Taufstein

1851 Fa. Schmidt